17.10.2013: Brandeinsatz in exponierter Lage
- Oktober 18th Oktober 2013
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Angenommene Lage (Übung)
Nach Blitzschlag hat sich ein Brand im Dachstuhl der Berggaststätte „Spitzbergbaude“ entwickelt. Das Gebäude füllte sich mit Brandrauch und gefährdete darin befindliche Gäste in den Fremdenzimmern.
Maßnahmen
Bereits auf der Anfahrt rüstete sich der Angriffstrupp mit Pressluftatmern aus. Als erster Zugang wurde der Eingang zu den Gästeräumen gewählt. Unter Schutzrohr gingen zwei Trupps zur Menschenrettung ins 1. sowie 2. OG vor. Das Treppenhaus war bis zur „Nullsicht“ verraucht worden. Ein zweiter Rettungsweg wurde durch das Anleitern einer dreiteiligen Steckleiter geschaffen.
Zur Löschwasserversorgung wurde ein TSF am Löschteich in Baudennähe in Stellung gebracht. Auf Grund der sehr beschränkten Platzverhältnisse wurden vorerst nur drei weitere Einsatzfahrzeuge auf dem oberen Parkplatz in Stellung gebracht.
Davon diente ein Tanklöschfahrzeug (TLF) als Wasserlieferant. Sobald dessen Löschwasservorrat aufgebraucht war, verlies es die Einsatzstelle und wurde durch ein an der Waldkante bereitstehendes weiteres TLF abgelöst. Leere TLF führen dann zu einem Hydranten im Ort, um dort befüllt zu werden. Hierfür wurden in der Übung sieben Tanklöschfahrzeuge umliegender Feuerwehren herangezogen. Deren Bereitstellungsraum wurde am unteren Parkplatz (Waldrand) eingerichtet und mit einem Einweiser besetzt.
Um die Stabilität der Löschwasserversorgung zu prüfen, wurden zahlreiche B- und C-Rohre im Außenangriff eingesetzt. Später wurde ein weiteres TLF auf dem oberen Parkplatz in die Wassereinspeisung eingebunden.
Als alle Räume abgesucht und die „Opfer“ ins Freie gebracht waren, wurden die Räume belüftet.
Ergebnis/Auswertung
Die Personensuche verzögerte sich, da vorerst in Ermangelung von Atemschutzgeräteträgern kein Sicherungstrupp ausgerüstet werden konnte.
Zu dieser Übung befanden sich keine Gäste auf der Baude. Die Parkplätze sowohl am Gebäude als auch am Waldrand waren leer. In der Realsituation wäre demnach dieser Raum für die Einsatzkräfte kaum nutzbar.
An dieser Übung waren insgesamt 74 Kameraden beteiligt. Die anschließende Auswertung und Verpflegung fand in der Baude statt.
BÜRGERINFO :
Bitte halten sie Zufahrten zu Waldwegen, Grundstücken und öffentllichen Gebäuden (z.B. Schulen, Kindergärten usw.) ständig frei. Rettungsfahrzeuge müssen ständig ungehinderte Zufahrt haben. Kommt ein Löschfahrzeug vor einer zugeparkten Einfahrt zum Stehen, gibt es meist kein Zurück mehr: Da die Rettungsarbeiten unverzüglich eingeleitet werden müssen, wird dann als Fahrzeugstellfläche der Raum vor der jeweiligen Zufahrt genutzt. Falschparker haben dann schlechte Karten: Ihr Fahrzeug ist unter Umständen in das Einsatzgeschehen mit „eingebaut“. Aufgebaute Gerätschaften und Schläuche vor oder hinter einem solchen Fahrzeug verhindern dann eine Weiterfahrt des betreffenden Fahrers oft für Stunden.
Kurz und bündig
Einsatz.Nr.: | 22. Einsatz in diesem Jahr | ||||
Einsatzart: | Brandeinsatz (Übung) | ||||
Datum: | Donnerstag, 17.10.2013 | ||||
Alarmierung: | 18:19 Uhr | ||||
Einsatzdauer: | 2 Stunden | ||||
Fahrzeuge Oow: | LF10/6, MTW | ||||
Fahrzeuge Now: | HLF10/10, TLF 16/25 | ||||
Weitere Kräfte: | Fw Ruppersdorf, Fw Herrnhut, Fw Strahwalde, Fw Großhennersdorf, Fw Neugersdorf, Fw Zittau, stellv. Kreisbrandmeister, Presse |
Hintergrund
Der Hintergrund zu diesem Einsatzszenario sind die Ereignisse während des Hochwassers in diesem Jahr. Während im Ort die Bevölkerung mit Schlamm und Wasser zu kämpfen hatte schlug in die Spitzbergbaude fünf Mal der Blitz ein. Dabei schmolzen teilweise die außen am Gebäude befindlichen Blitzableiterdrähte. Glücklicherweise kam es jedoch nicht zum Brand.